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Der Kampf um Afrika: Untersuchung der Berliner Konferenz von 1884-1885

by | May 12, 2024 | Uncategorized

Einleitung

Im späten 19. Jahrhundert konkurrierten europäische Mächte um Kolonialgebiete auf der ganzen Welt, insbesondere in Afrika. Ein entscheidendes Ereignis, das den Lauf der afrikanischen Geschichte prägte, war die Berliner Konferenz von 1884-1885. Diese Konferenz war eine Zusammenkunft europäischer Mächte, um die Kolonisierung Afrikas zu diskutieren und zu regeln. In diesem Artikel werden wir uns mit den Hintergründen, dem Zweck und den Folgen dieses historischen Ereignisses befassen.

Hintergrund

Zu dieser Zeit war Afrika ein Kontinent mit vielfältigen Kulturen, Sprachen und Ressourcen. Europäische Nationen hatten bereits einige Handelsposten und Festungen an der Küste errichtet, doch das Landesinnere blieb von äußeren Einflüssen weitgehend verschont. Als das europäische Interesse an Afrika zunahm, kam es zu Spannungen zwischen den Großmächten.

Die Berliner Konferenz wurde von Otto von Bismarck, dem deutschen Bundeskanzler, initiiert, um Streitigkeiten friedlich beizulegen und mögliche Konflikte um afrikanische Gebiete zu verhindern . Bismarck hoffte, dass diese Konferenz eine Plattform für Verhandlungen und Konsens zwischen den europäischen Mächten bieten würde.

Zweck

Das Hauptziel der Berliner Konferenz bestand darin, Richtlinien für die Teilung Afrikas festzulegen. Die europäischen Mächte versuchten, die Regeln für ihr Engagement festzulegen, um Konflikte untereinander zu verhindern und dabei die Interessen und Wünsche des afrikanischen Volkes außer Acht zu lassen. Ziel der Konferenz war es, die folgenden Schlüsselaspekte anzusprechen:

1. Territoriale Ansprüche

Eines der Hauptziele war die Festlegung der territorialen Grenzen zwischen europäischen Nationen in Afrika. Die Konferenz ermöglichte es den europäischen Mächten, ihre Ansprüche auf der Grundlage verschiedener Faktoren wie Handelsabkommen, Besetzung und Erkundungsmissionen geltend zu machen.

Diese Grenzen ließen jedoch die bestehenden politischen, kulturellen und sprachlichen Spaltungen innerhalb Afrikas außer Acht und führten dazu zu Spaltung und Konflikten zwischen afrikanischen Gemeinschaften.

2. Freihandel

Während der Konferenz diskutierten europäische Teilnehmer auch die Grundsätze des Freihandels innerhalb Afrikas. Ihr Ziel war es, den offenen Zugang zu afrikanischen Märkten und Ressourcen zu gewährleisten, indem sie Zollschranken und andere Handelshemmnisse zwischen ihren Kolonien verbot.

Während die Idee des Freihandels auf den ersten Blick vorteilhaft schien, ermöglichte sie den europäischen Mächten letztendlich die Ausbeutung Afrikas Ressourcen für ihren eigenen wirtschaftlichen Vorteil, oft zum Nachteil der lokalen Gemeinschaften.

3. Beendigung des Sklavenhandels

Trotz seines ausbeuterischen Charakters hat die Berliner Konferenz Anstrengungen unternommen, um das Problem des Sklavenhandels in Afrika anzugehen. Mehrere europäische Mächte einigten sich darauf, zusammenzuarbeiten, um die Sklaverei auszurotten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Sklaverei auf dem gesamten Kontinent durchzusetzen.

Dieses Engagement war jedoch halbherzig, da die Kolonialmächte weiterhin afrikanische Arbeitskräfte durch Zwangsarbeitssysteme und Zwangsarbeit ausbeuteten Rekrutierung.

Konsequenzen

Die Berliner Konferenz hatte weitreichende Konsequenzen sowohl für Afrika als auch für die beteiligten europäischen Mächte:

1. Koloniale Teilung

Die Konferenz teilte Afrika effektiv in verschiedene koloniale Einflussbereiche. Europäische Mächte, vor allem Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Portugal und Italien, erlangten die Kontrolle über weite Gebiete ohne die Zustimmung oder Rücksichtnahme afrikanischer Gemeinschaften.

Die Kolonialherrschaft erzwang neue politische Strukturen, führte Fremdsprachen ein und zerstörte traditionelle afrikanische Gesellschaftssysteme. Dies führte zu lang anhaltenden kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen, die Afrika noch heute beeinflussen.

2. Ausbeutung von Ressourcen

Europäische Kolonialmächte nutzten die reichlich vorhandenen natürlichen Ressourcen Afrikas wie Gummi, Gold, Diamanten und Elfenbein aus, um ihre industriellen Revolutionen voranzutreiben. Diese Ausbeutung verursachte immense Umweltschäden und führte zu wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen Europa und Afrika.

3. Aufstieg des Nationalismus

Die Berliner Konferenz trug indirekt zum Aufstieg des Nationalismus in Afrika bei. Als die Afrikaner zunehmend Fremdherrschaft und Ausbeutung ausgesetzt waren, entstanden Widerstandsbewegungen gegen Kolonialmächte, die im 20. Jahrhundert im Unabhängigkeitskampf gipfelten.

Fazit

Die Berliner Konferenz von 1884- Das Jahr 1885 markierte einen Wendepunkt in der europäischen Kolonisierung Afrikas. Es formalisierte den Prozess der Teilung des Kontinents und bereitete den Weg für jahrzehntelange Kolonialherrschaft und Ausbeutung. Die Folgen der Konferenz wirken noch heute in Afrika nach und prägen die gesellschaftspolitische Landschaft Afrikas. Es ist wichtig, dieses historische Ereignis zu verstehen, um die Komplexität und die Kämpfe zu verstehen, mit denen afrikanische Nationen in der Neuzeit konfrontiert sind.

Thank you for reading. If you're inspired by the stories of Berlin and want to delve deeper, why not join us on our Free Berlin Walking Tour? It's a wonderful way to immerse yourself in the city's rich history and vibrant culture. We look forward to welcoming you soon.

WHAT TO EXPECT

  • 3.5 hours walking tour
  • Berlin’s major highlights
  • Brandenburg Gate
  • Reichstag and Berlin Wall
  • Historical sites

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